
Branchenvergleich
Branchen nach Umsatz und Beschäftigung: ESTV/BFS-Daten
Die ESTV weist MWST-Zahlen zu Umsatz und Steuerpflichtigen aus; das BFS zeigt die Beschäftigung nach Sektoren und Branchen.
ESTV-Daten als Grundlage für Branchenvergleiche
Die ESTV weist MWST-Zahlen zu Umsatz und Steuerpflichtigen aus; das BFS zeigt die Beschäftigung nach Sektoren und Branchen. Die Kennzahlen beziehen sich auf unterschiedliche Jahre: 2014 betrug der ausgewiesene Gesamtumsatz 3'591,5 Milliarden Franken, 2022 gab es in der Schweiz knapp 5,6 Millionen Arbeitsplätze.
MWST-Statistiken der ESTV nutzen
Die ESTV veröffentlicht Mehrwertsteuerstatistiken nach Jahr und Branche. XLSX-Dateien sind für 2024, 2023 und 2022 verfügbar; Resultate und Kommentare liegen für 2023 und 2022 zusätzlich als PDF vor.
Der BFS-Datensatz BFS50 umfasst die Jahre 2014 bis 2024. Er enthält die Zahl der Unternehmen, Beschäftigten und Umsätze von Unternehmensgruppen nach Art der Gruppe und Branche.
Anzahl Steuerpflichtige und Umsatz pro Branche
Ende 2023 waren in der Schweiz 420'964 Unternehmen mehrwertsteuerpflichtig, 1,45 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl bezieht sich auf die Steuerpflichtigen in der ganzen Schweiz.
Für 2014 weist die ESTV 368'045 Steuerpflichtige und einen Gesamtumsatz von 3'591,5 Milliarden Franken aus. Die Netto-Steuerforderungen aus der Mehrwertsteuer betrugen 22,7 Milliarden Franken; 11,0 Milliarden entfielen auf die ESTV.
Branchenstruktur: Tertiärsektor dominiert
2022 zählte die Schweiz rund 637'000 Unternehmen und knapp 5,6 Millionen Arbeitsplätze. Das waren über 143'000 Arbeitsplätze oder 2,6 Prozent mehr als 2021; die Beschäftigung stieg im sekundären und tertiären Sektor so stark wie noch nie seit Beginn der Statistik 2011.
Der Dienstleistungssektor leistete den grössten Beitrag zum Beschäftigungswachstum: Die Zahl der Arbeitsplätze nahm um 122'259 oder 2,9 Prozent zu. Im sekundären Sektor stieg die Beschäftigung um 1,9 Prozent; im primären Sektor sank sie um 0,2 Prozent.
Was die ESTV-Daten nicht zeigen
Bei einzelnen Branchen entwickelte sich die Beschäftigung unterschiedlich. Im Detailhandel gingen 2022 1,2 Prozent der Arbeitsplätze verloren, in der Telekommunikation 2,1 Prozent.
In der Gastronomie kamen 10'893 Arbeitsplätze hinzu (+6,6 Prozent), in der Beherbergung 6'795 (+9,9 Prozent). Reisebüros verzeichneten ein Plus von 1'331 Arbeitsplätzen (+9,5 Prozent), die Luftfahrt von 460 (+3,8 Prozent).
MWST-pflichtige Unternehmen und STATENT-Arbeitsplätze sind unterschiedliche Kennzahlen. BFS50 ergänzt die Branchenangaben um Zahlen zu Unternehmen, Beschäftigten und Umsatz von Unternehmensgruppen nach Art der Gruppe.

