Unternehmensgrössen und Branchenstruktur: Datenquellen für die Schweiz: Über 99 % aller Schweizer Unternehmen sind KMU (weniger als 250 Beschäftigte).; Mikrounternehmen (<10 Beschäftigte) machen fast 90 % aller Firmen aus.; Die KMU beschäftigen etwa zwei Drittel aller Erwerbstätigen in der Schweiz.
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Unternehmensgrössen und Branchenstruktur: Datenquellen für die Schweiz

Das Bundesamt für Statistik (BFS) definiert KMU als marktwirtschaftliche Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten. Gemäss dieser Abgrenzung gelten über 99 % aller Schweizer Unternehmen als KMU.

Definition und Bedeutung der KMU in der Schweiz

Das Bundesamt für Statistik (BFS) definiert KMU als marktwirtschaftliche Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten. Gemäss dieser Abgrenzung gelten über 99 % aller Schweizer Unternehmen als KMU.

Die KMU werden weiter unterteilt: Mikrounternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten, Kleinunternehmen mit 10–49 und Mittelunternehmen mit 50–249 Beschäftigten. Mikrounternehmen stellen mit fast 90 % aller Firmen die mit Abstand häufigste Kategorie dar.

Zentrale Datenquellen: STATENT und BFS-Publikationen

Die Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) ist eine jährliche Vollerhebung, die auf den Registern der AHV-Ausgleichskassen basiert. Sie liefert Daten zu Anzahl Unternehmen, Arbeitsstätten und Beschäftigten nach Wirtschaftszweig, Standort und Grösse.

Das BFS veröffentlicht die Ergebnisse in der Standardpublikation «Struktur der KMU». Diese enthält Tabellen, Karten und Grafiken zur Verteilung der KMU und wird jährlich aktualisiert.

Verteilung der Unternehmen und Beschäftigten nach Grössenklassen

Von den rund 637 000 Unternehmen in der Schweiz (2022) sind 99,7 % KMU. Mikrounternehmen machen etwa 90 % aller Firmen aus, Kleinunternehmen 8,4 % und Mittelunternehmen 1,6 %.

Gemessen an Vollzeitäquivalenten arbeiten rund zwei Drittel der Beschäftigten in KMU. Davon entfallen 21,7 % auf Mikrounternehmen, 21,2 % auf Kleinunternehmen und ebenfalls 21,2 % auf Mittelunternehmen.

Branchenstruktur: KMU-Anteile nach Sektoren

Im ersten Sektor (Landwirtschaft) sind 97,9 % der Unternehmen Mikrounternehmen, im Industriesektor 80,7 % und im Dienstleistungssektor 90,7 %. Die Dominanz der Kleinstbetriebe ist in der Landwirtschaft am stärksten.

Die Beschäftigungsanteile der KMU variieren stark: Im ersten Sektor sind 99,4 % der Beschäftigten in KMU tätig, im zweiten Sektor 66,4 % und im dritten Sektor 61,8 %. Mikrounternehmen beschäftigen in der Landwirtschaft 83,9 % der Personen, im Industriesektor nur 15,2 %.

Regionale Unterschiede in der KMU-Landschaft

Kantonale Unterschiede sind ausgeprägt: Im Kanton Basel‑Stadt arbeiten überdurchschnittlich viele Beschäftigte in Grossunternehmen der Industrie und Dienstleistungen. In den Kantonen Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrhoden sind die meisten Erwerbstätigen in KMU tätig – und zwar in allen Wirtschaftssektoren.

Aktuelle Entwicklung und Trends seit 2011

Im Jahr 2022 zählte die Schweiz rund 637 000 Unternehmen und knapp 5,6 Millionen Beschäftigte. Das waren 143 000 Arbeitsplätze oder 2,6 % mehr als 2021 – das stärkste Beschäftigungswachstum seit Beginn der STATENT-Erhebung 2011.

Während der Pandemie 2020 ging die Beschäftigung bei KMU erstmals zurück, einzig in den Mikrounternehmen stieg sie leicht. Zwischen 2011 und 2022 nahm der Anteil der Mikrounternehmen auf Kosten der Unternehmen mit 10–49 Beschäftigten zu.

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