
Struktur und Beschäftigung
Beschäftigung und Löhne nach Branchen: Schweizer Daten einordnen
Der monatliche Bruttomedianlohn für eine Vollzeitstelle in der Gesamtwirtschaft betrug 2024 7'024 Franken.
Der Medianlohn 2024: Gesamtwirtschaftliche Einordnung
Der monatliche Bruttomedianlohn für eine Vollzeitstelle in der Gesamtwirtschaft betrug 2024 7'024 Franken. Er umfasst den privaten und den öffentlichen Sektor und dient als Vergleichswert für die Branchenlöhne.
Die untersten zehn Prozent verdienten weniger als 4'635 Franken pro Monat, die obersten zehn Prozent mehr als 12'526 Franken. Damit liegt die Lohnspanne weit auseinander, obwohl sich die Lohnpyramide langfristig kaum verschoben hat.
Zwischen 2008 und 2024 stiegen die Löhne der tiefsten zehn Prozent um 18,1 Prozent und jene der höchsten zehn Prozent um 16,8 Prozent. In der Mitte betrug das Wachstum 15,4 Prozent.
Lohnunterschiede nach Branchen: Von der Pharma bis zur Gastronomie
Deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Median lagen 2024 Forschung und Entwicklung mit 9'139 Franken, die Pharmaindustrie mit 10'159 Franken, die Banken mit 10'723 Franken und die Tabakindustrie mit 14'304 Franken brutto pro Monat. Diese Branchen lagen damit klar über dem Bezugspunkt von 7'024 Franken.
Nahe am oder im mittleren Bereich der Lohnskala lagen Metallerzeugung und -bearbeitung bei 6'279 Franken, das Baugewerbe bei 6'616 Franken, die Luftfahrt bei 7'134 Franken, der Grosshandel bei 7'478 Franken und die Maschinenindustrie bei 7'632 Franken.
Tiefere Medianlöhne verzeichneten persönliche Dienstleistungen mit 4'496 Franken, die Beherbergung mit 4'715 Franken, die Gastronomie mit 4'744 Franken und der Detailhandel mit 5'214 Franken. Die Werte beziehen sich auf den monatlichen Bruttolohn.
Ausbildung und berufliche Stellung als Lohnfaktoren
Der Medianlohn einer Vollzeitstelle steigt mit dem Ausbildungsniveau: Er lag bei 10'533 Franken für Personen mit Universitätsabschluss, bei 9'288 Franken mit Fachhochschulabschluss und bei 6'390 Franken mit EFZ. Das Ausbildungsniveau ordnet die Lohnwerte mit ein.
Auch die Funktion zählt: Eine Person mit Universitätsabschluss in einer Stelle mit hoher Verantwortung verdiente durchschnittlich 14'409 Franken brutto pro Monat. Ausbildung allein erklärt die Lohnunterschiede deshalb nicht.
Regionale Lohnunterschiede und kantonale Besonderheiten
Der Medianlohn betrug in der Region Zürich 7'502 Franken und im Tessin 5'708 Franken brutto pro Monat. Regionale Werte ergänzen den Branchenvergleich, ersetzen ihn aber nicht.
Die Zürcher Wirtschaft ist stark dienstleistungsorientiert: 2024 gehörten 87 Prozent der Betriebe zum Dienstleistungssektor, 10 Prozent zum Produktionssektor und 3 Prozent zum Primärsektor.
Einen kantonalen Mindestlohn gibt es nur in einzelnen Kantonen. Genf setzt ihn 2026 auf 24.59 Franken pro Stunde fest.
Beschäftigungsstruktur und Fachkräftemangel: Wo die Jobs sind
Auf nationaler Ebene waren 2022 18,8 Prozent der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe tätig. Danach folgten Gross- und Einzelhandel sowie Instandhaltung und Reparatur; im Jahr 2023 waren mehr als 5,1 Millionen Menschen in der Schweiz auf dem Arbeitsmarkt aktiv.
Die nationale Branchenangabe bezieht sich auf 2022, die folgenden Zürcher Branchenzahlen auf 2024. Für Zürich werden zudem Beschäftigte und Vollzeitäquivalente (VZÄ) getrennt ausgewiesen; VZÄ geben die Vollzeitstellen an, die sich die Beschäftigten teilen.
Der Kanton Zürich zählte 2024 insgesamt 1'150'000 Beschäftigte in 127'000 Betrieben. Diese Personen teilten sich 887'000 VZÄ; rund 20 Prozent aller landesweit Beschäftigten hatten ihren Arbeitsplatz im Kanton Zürich.
Im Kanton Zürich entfielen 12'000 Beschäftigte und 8'000 VZÄ auf den Primärsektor, 143'000 Beschäftigte und 131'000 VZÄ auf den Produktionssektor sowie 995'000 Beschäftigte und 748'000 VZÄ auf den Dienstleistungssektor. Das entspricht Anteilen von 1, 13 und 86 Prozent der Beschäftigten sowie 1, 15 und 84 Prozent der VZÄ.
Auch die Betriebe verteilten sich ungleich: 87 Prozent gehörten zum Dienstleistungssektor, 10 Prozent zum Produktionssektor und 3 Prozent zum Primärsektor. Der Dienstleistungssektor prägt Zürich damit sowohl nach Betrieben als auch nach Beschäftigung.
Zu den beschäftigungsstärksten Zürcher Branchen gehören Gesundheitswesen sowie Erziehung und Unterricht. Ebenfalls weit vorn liegen Management- und IT-Dienstleistungen, Detail- und Grosshandel sowie Finanzdienstleistungen; das Gesundheitswesen umfasst rund 65'700 VZÄ in 13'360 Betrieben.
Im Zürcher Produktionssektor bietet Bauvorbereitung, Installationen und Ausbau am meisten Beschäftigung. Es folgen Herstellung Elektronik, Optik und Hardware, Maschinenbau und Hochbau.
In Basel-Stadt waren 2024 rund 158'400 VZÄ tätig, rund 2'700 VZÄ oder 1,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Chemie- und Pharmabranche umfasste 16'887 VZÄ, die übrige Industrie 7'402, das Baugewerbe 6'740, Handel und Reparatur 11'396 sowie Verkehr und Lagerei 10'182.
Weitere Basler Branchenwerte für 2024 waren 8'164 VZÄ im Gastgewerbe, 5'169 in Information und Kommunikation, 10'969 im Finanz- und Versicherungsbereich, 20'863 in Beratung, Planung, Forschung und Immobilien sowie 5'317 in Gebäudebetreuung und Sicherheit.
In Basel-Stadt zählten 2024 Personalvermittlung und -überlassung 6'159 VZÄ, öffentliche Verwaltung und Sozialversicherungen 5'757, Erziehung und Unterricht 9'405, Gesundheits- und Sozialwesen 26'207 sowie Kultur, Unterhaltung und persönliche Dienstleistungen 7'657 VZÄ.
Die Beschäftigung entwickelte sich in Basel-Stadt je nach Branche unterschiedlich. Chemie und Pharma verzeichneten 17'541 VZÄ im Jahr 2022, 17'514 im Jahr 2023 und 16'887 im Jahr 2024; im Gesundheits- und Sozialwesen stieg die Zahl von 24'693 über 25'306 auf 26'207 VZÄ.
Beschäftigungsanteile im Kanton Zürich 2024 (nach Sektor)
Lohnvergleich für konkrete Berufsbilder
Bei den jobs.ch-Durchschnittswerten stehen für eine Pflegefachperson 79'304 Franken, für einen Softwareentwickler 93'761 Franken und für einen Bauleiter 90'002 Franken. Die Werte ergänzen den Vergleich der Branchenlöhne um konkrete Berufsbilder.
Weitere Beispiele sind 53'755 Franken für Detailhandelsfachleute, 72'820 Franken für IT-Support und 75'000 Franken für Physiotherapie. Die Werte können bei der Einschätzung eines Lohnangebots oder bei Gehaltsverhandlungen als Orientierung dienen.
Vom Bruttolohn zum Nettolohn: Abzüge und Wechselkurse
Vom Bruttolohn gehen Sozialabzüge für AHV, IV, EO und ALV ab; Steuern beeinflussen das verfügbare Einkommen ebenfalls. Die Krankenversicherung wird separat bezahlt.
Grenzgänger ohne Führungsfunktion erzielten 2024 einen Medianlohn von 5'950 Franken brutto. Das verfügbare Einkommen hängt zusätzlich vom CHF/EUR-Wechselkurs und von der Besteuerung im Wohnland ab.
Datenquellen und weiterführende Tools
Die offiziellen Lohnzahlen stammen aus der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamts für Statistik (BFS). Die Beschäftigungszahlen für den Kanton Zürich basieren auf der STATENT.
Die Zürcher Branchen werden nach NOGA-Zweistellern klassifiziert. Die dargestellten grössten Branchen decken jeweils zwei Drittel der Beschäftigung im entsprechenden Sektor ab.
Mit Salarium, dem statistischen Lohnrechner des BFS, lassen sich für ein bestimmtes Profil der monatliche Bruttolohn und die Lohnstreuung berechnen. jobs.ch stellt Durchschnittswerte nach Berufen, Branchen, Standorten und Erfahrungsstufen bereit.



